Nordwind
(Baltische Inseln) Deckname für ein Ablenkungsmanöver der dt. Kriegsmarine und finn. Einheiten während der Eroberung der Balt. Inseln. Mit einem Vorstoß am 13.9./14.9.1941 an der Insel Ösel vorüber sollte ein Flottenverband die Aufmerksamkeit der sowjet. Verteidigung auf sich ziehen, um die dt. Landungen zu erleichtern. Er bestand aus 2 finn. Pz.schiffen, 1 dt. Minenschiff, 5 dt. Vorpostenbooten, 2 Schleppern und zahlr. kleineren Fahrzeugen. Das ergebnislose, weil von den Sowjets nicht bemerkte Scheinunternehmen 'N.' forderte einen hohen Preis: Das führende finn. Pz.schiff Ilmarinen lief auf eine Treibmine und sank, wobei 271 Mann ums Leben kamen.
(Elsaß) Deckname für die am 31.12.1944 einsetzende dt. Offensive mit dem XXXIX. Panzer- (Decker) und XIII. SS-Korps (Prieß) im nördl. Elsaß mit begrenztem Ziel gegen die 7. US-Armee (Patch) und die (frei-)frz. 1. Armee (de Lattre de Tassigny). Zwar blieb 'N.' bereits in den ersten beiden Tagen hinter Plan zurück, doch mußte das XV. US-Korps (Haislip) weichen. Der alliierte OB Eisenhower befahl daher, die Front auf die Höhen der Vogesen zurückzunehmen und Straßburg zu räumen. Das führte zu einer Vertrauenskrise zw. den Verbündeten und de Gaulle, der auf der Verteidigung der Stadt bestand und ankündigte, frz. Kräfte würden sie notfalls allein halten. Eisenhower drohte daraufhin mit Entzug von Munition und Treibstoff, doch entwickelte sich die Lage dank Luftherrschaft so, daß sich der Konflikt löste: Am 9.1.1945 lief sich der dt. Angriff südl. Weißenburg fest, die erzielten Geländegwinne gingen in den folgenden Tagen verloren.
Codename für Elsaß-Offensive siehe Nordwind 1, Codename während Eroberung der Baltischen Inseln siehe Nordwind 2.
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