Buchkunst
Künstler. Ausstattung von Büchern in Typographie, Illustration, Umschlaggestaltung u.a. Die mittelalterl. B. bemühte sich v.a. um Ornamentik und Ausschmückung mit Initialen und Miniaturen (Illumination), während nach der Erfindung des Buchdrucks zunächst Holzschnitte und Kupferstiche, später Lithographien die Illustration bildeten. Die moderne B. nutzt die Fotografie ebenso wie die techn. Möglichkeiten des Lichtsatzes, der Computergraphik und des Umbruchs am Bildschirm. Die Umschlaggestaltung ist zu einem eigenen Kunstzweig geworden.
künstler. Gesamtgestaltung eines Buches, von der typograph. Gestaltung über Buchschmuck und -illustration bis hin zur Bucheinband-Gestaltung. Die mittelalterliche B. bestand hauptsächlich aus Illustrations- und Einbandkunst sowie Kalligraphie. Mit dem Buchdruck (Gutenberg) erhielt die B. eine völlig neue Grundlage, im wesentlichen bestehend aus genormter mechanischer Fertigung von Buchstaben und Bildstock, samt entsprechender Anwendung bei Satz und Druck, auf Vervielfältigung gerichtet. Der Wechsel in der Illustrationstechnik (Holzschnitt, Kupferstich, Radierung, spezielle Techniken) prägte die B. im 16.-19. Jh. Im 19. Jh. kam es zu einem erneuten Einschnitt in der B. durch den maschinellen Buchdruck (Schriftherstellung, Gieß- und Setzmaschine, Schnellpresse, photomechan. Bildherstellung). - Die B. nahm in China eine völlig eigenständige Entwicklung. Seit dem 11. Jh. v.Chr. bis -771 v.Chr. entstanden geschriebene Bücher auf Bambusstreifen oder Holztäfelchen, später verdrängt durch Bücher aus Seiden
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